Kolumne im März 2014

Santjer Am Hafen
 
 

Liebe Leserin, lieber Leser,

oft sind es die kleinen Schritte, die uns voran kommen lassen! Und das im politischem Alltag allemal. So auch in der Debatte um die Elbefähre zwischen Cuxhaven und Brunsbüttel. Mich freut es sehr, dass die Bemühungen zur Realisierung der Elbefähre jetzt auch gutachterliche Unterstützung erfahren.

 

Nachdem aus den Gesprächen der Landesregierungen Niedersachsens und Schleswig Holsteins mit Hilfe einer Studie der Bedarf einer Elbquerung belegt wurde, hat die Folgestudie zur Wirtschaftlichkeit einer Elbfähre ergeben, dass eine Fährverbundung zwischen Cuxhaven und Brunsbüttel wirtschaftlich betrieben werden kann. Dabei hat die Fähre neben dem Tourismus besonders auch für den Gütertransport eine herausragende Bedeutung. Stündliche Abfahrten wären ideal. Bei leistungsfähigen Schiffen und einer Fahrtzeit von 50 Minuten könnte das Gelingen. Den Spediteuren kommt es darauf an, über ein Buchungssystem verlässliche Zeiten einplanen zu können. Wartezeiten an der Fähre sollten vermieden werden.

Die Zusage durch Daniela Behrens als Staatssekretärin des Wirtschaftsministeriums, sich an der Ertüchtigung des Fähranlegers finanziell zu beteiligen oder sich für Mittel aus der Schiffbau-Innovationsförderung des Bundes einzusetzen ist ein gutes Signal auf der Suche nach einem Betreiber. Der Anleger in Brunsbüttel ist mit wenig Aufwand zu ertüchtigen. Für die Cuxhavener Seite ist der Steubenhöft als Anlegestelle im Visier. Die vorhandene Infrastruktur mit direkter Verbindung zur Autobahn macht den Steubenhöft besonders attraktiv.


Unser Ziel muss es sein, die Wirtschaftsräume enger Miteinander zu verbinden. Es ist aus meiner Sicht deshalb richtig, dass der SPD Wirtschaftsminister Olaf Lies die Planungen zur A20 vorantreibt. Bei der noch nicht geklärten "Bezahlbarkeit" dieser Maßnahme ist eine zeitnahe Fährverbindung, ein wichtiger Schritt die Verkehrsströme fließen zu lassen. Schon heute sind die Wartezeiten an der Fähre Glückstadt/Wischhafen und die Verkehrsbrennpunkte um Hamburg mehr als brisant. Die bisherigen Verkehrsengpässe haben der Logistikbranche in der Vergangenheit erhebliche wirtschaftliche Schäden zugeführt. Die neuen oder über Jahre andauernden Baumaßnahmen in und um Hamburg werden die Verkehrsproblematik nicht nur in Ferienzeiten erhöhen. Schon heute beschweren sich Anwohner von Nebenstrecken über erhöhten Verkehrsfluss, was auch negative Einflüsse auf unsere Dörfer nach sich zieht.

Auch wenn ich weiß, dass eine Fähre Cuxhaven/Brunsbüttel diese Probleme nicht allein lösen wird, so könnte diese Fährverbindung ein geeigneter Bypass sein und die Nord-Süd Verkehre auf die weniger ausgelastete A27 zu lenken.
Durch die Gespräche, die ich als Ihr Abgeordneter zwischen den Ländern Schleswig Holstein und Niedersachsen initiieren konnte, sind Gutachten erstellt und Unterstützungen zugesagt. Nun muss ein Betreiber gefunden werden, der den Ball aufnimmt, gute Geschäfte macht und das verbindet, was zusammen noch besser ist.
In diesem Sinne, lassen sie uns weiter kleine Schritte tun, die dann zum Erfolg führen

Ihr Uwe Santjer

 

 
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