Uwe Santjer: Inklusion braucht regionale Lösungen – SPD-Fraktion beschließt Hildesheimer Resolution

Santjer Spd Buero Kl
 

Die SPD-Landtagsfraktion hat am Dienstag während der Frühjahrsklausur einstimmig die Hildesheimer Resolution zur Inklusion beschlossen: „Es ist mit Blick auf die unterschiedlichen Gegebenheiten im Land deutlich geworden, dass inklusive Bildung in Niedersachsen regionale Lösungen braucht“, erklärt dazu der örtliche Landtagsabgeordnete Uwe Santjer, der als Mitglied im Kultusausschuss uns Sprecher für den frühkindlichen Bereich stark mit dem Thema Inklusion befasst ist.

 

Die Inhalte der Hildesheimer Resolution hatten SPD-Fraktionschefin Johanne Modder gemeinsam mit den bildungspolitischen Sprechern Ina Korter (Bündnis 90/Die Grünen) und Claus Peter Poppe vorgestellt. Alle Akteure seien aufgerufen, sich zur Abstimmung regionaler Inklusionskonzepte zusammen zu setzen. „Wir müssen die Grenzen der Ressorts und Kostenträger überwinden, wenn Inklusion gelingen und weiter verbessert werden soll“, betont Santjer. „Die Finanzierung der Inklusion ist eine gemeinsame Aufgabe auf allen Ebenen.“

In den vergangenen Monaten hatte es zahlreiche Gespräche und Vor-Ort-Termine gegeben.
„Wir haben dabei in den Regionen des Landes verschiedene Modelle der Inklusion gesehen und dabei vor allem erlebt, dass der Stand der Umsetzung sehr unterschiedlich ist“, berichtet Santjer aus seinen Erfahrungen. Deshalb könnte man nicht mit einer Schablone, die man aufs ganze Land legt, arbeiten. „Wir wollen ein inklusives Bildungssystem. Das braucht Zeit und gute Rahmenbedingungen“, so Santjer.

Claus Peter Poppe, bildungspolitischer Sprecher der SPD-Landtagsfraktion, sagt: „Wir wollen bei der Inklusion weg von einer Schließungsdebatte und hin zu einer regionalen Gestaltungsdebatte. Mit der Hildesheimer Resolution haben wir den Rahmen dafür jetzt geschaffen. Die Novelle des Schulgesetzes, das zum 1. August 2015 in Kraft treten soll, kann jetzt auch bei der inklusiven Bildung vorbereitet werden.“

Damit können jetzt Weichen gestellt werden, die guten Kooperationen im Cuxland zu stützen und zu stärken. „Ich bin davon überzeugt, dass Inklusion nur gelingt, wenn sie freiwillig stattfindet und sich von den Regionen aus entwickelt“, so Santjer.

Die SPD-Landtagsfraktion ruft die Bundesregierung dazu auf, die im Koalitionsvertrag zugesagten 6 Milliarden Euro für Bildung den Ländern zur eigenverantwortlichen Verwendung zur Verfügung zu stellen. „Für Niedersachsen wären das circa 150 Millionen Euro, die wir für frühkindliche Bildung und Schulsozialarbeit dringend benötigen“, weiß Santjer.
 

 
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