Qualitätsstandards in Kitas dürfen nicht abgesenkt werden

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Bezugnehmend auf den am heutigen Tage in den Cuxhavener Nachrichten erschienen Artikel zu Marco Trips, Präsident des Niedersächsischen Städte- und Gemeindebunds, äußert sich Uwe Santjer, Vorsitzender der SPD im Landkreis Cuxhaven und Landtagsabgeordneter wie folgt: „Qualitätsstandards dürfen nicht ausgehebelt und schon gar nicht abgesenkt werden, im Gegenteil, wir sollten nicht müde werden, uns weiterhin für Qualitätsverbesserungen einzusetzen“,

 

fasst Santjer die Position der SPD im Kreis zusammen. Trips hatte mit Blick auf die Integration von Flüchtlingskindern gefordert, die Gruppengröße während einer Übergangszeit zu erhöhen und auch ehrenamtliche Helferinnen und Helfer in Kitas einzusetzen.

Santjer, der als Erzieher und Heilpädagoge nicht nur die Theorie sondern auch die Praxis der Kita-Arbeit kennt,  hält dem entgegen: „ Wir wissen aus der Bildungsforschung, dass die Bindung  und Beziehungsarbeit gerade im Kindertagesstättenbereich von extrem hoher Bedeutung  sind.  Deshalb ist es völlig abwegig zu denken, dass die jetzigen Standards ausgehebelt werden sollen, und sei es auch nur befristet.“  Jan Tiedemann, stellv. Kreisvorsitzender und Oliver Ebken als Sozialausschussvorsitzender im Rat der Stadt Cuxhaven ergänzen dazu, dass in vielen Kitas Flüchtlingskinder schon heute gut integriert sind. Dies geschieht oft, ohne dass sich Bedingungen verbessert hätten. Die Mitarbeitenden leisten einen hohen Beitrag zum Gelingen der Integration. Sie verdienen Anerkennung und Dank, so die Sozialdemokraten. 

Santjer stimmt Trips in der Weise zu, als dass man im Moment tatsächlich eine  Ausnahmesituation habe, mancherorts auch eine echte Notsituation, in der man auch über besondere Maßnahmen nachdenken müssen „Nur halte  ich das für den Bereich der Qualitätsabsenkung in Kitas für völlig fehl am Platze“, so der Sprecher für den frühkindlichen Bereich der SPD-Landtagsfraktion.

in der Frage, wer in Kitas arbeiten kann, entgegnet Santjer, dass die SPD und die Landesregierung auch hier von einem hohen Qualitätsanspruch ausgehen. „Wir werden auch hier weiterhin auf qualifiziertes Personal zurückgreifen“, erklärt der  Sozialdemokrat, der weiß, dass die personelle Situation durch fehlendes Personal mehr als angespannt ist.

 
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