Das Elbrevier sicherer machen – Antrag zur Mobilfunkabdeckung eingebracht

 
Foto: _mg_6319
 

Die Elblotsen bei ihrem schwierigen und anspruchsvollen Job unterstützen, das ist, so Landtagsabgeordneter Uwe Santjer, der Sinn hinter dem am Donnerstag in den Landtag eingebrachten Antrag „Mobilfunk im Elbrevier verbessern - Sicherheit für Mensch und Umwelt schaffen“. „Wir wollen uns dafür einsetzen, durch eine Verbesserung der Mobilfunkabdeckung auf der Elbe mehr Sicherheit zu erreichen“, fasst Santjer zusammen.

 

Der Hafenpolitiker, der zu dem Antrag im Plenum sprach, machte deutlich, dass es ein großes Sicherheitsproblem sei, dass die Elblotsen, die in einem Jahr durchschnittlich 55.000 Schiffe auf der Passage begleiten, stellenweise kaum Kommunikationsmöglichkeiten haben. „Das Stationsschiff bei Elbe 1 als Außenstation des Seelotsenreviers Elbe ist somit weltweit die Lotsenstation, die die meisten Lotsen pro Jahr versetzt“, begründet Santjer die Brisanz. Und dies mit stark eingeschränkter Kommunikationsfähigkeit – bei Hochdruckwetterlagen ist die Station weder per Telefon noch Datenfunk erreichbar. Ein untragbarer Zustand findet der Landtagspolitiker, gerade auch, weil Schiffe mit über 300 m Länge ab Tonne 5 nicht mehr sicher gedreht werden können. Außerdem besteht zwischen Glückstadt und Hamburg ein Begegnungsverbot für Schiffe, deren Breiten sich auf über 90 m addieren, was die Elbe in diesem Streckenabschnitt dann zur Einbahnstraße werden lässt. „Undenkbar, was bei einem Abbruch der Kommunikation passieren könnte“, so Santjer. Deshalb fordert der Antrag die Landesregierung dazu auf, sich beim Bund als zuständigem Träger für die Sicherheit und Leichtigkeit des Schiffsverkehrs dafür einzusetzen, dass der Bund die Mobilfunkunternehmen auffordert, die Abdeckung auszubauen und somit den Mobilfunk und Datenverkehr auf der Elbe zu gewährleisten. „Wir fordern die Landesregierung zudem dazu auf, sich mit den anderen betroffenen Küstenländern gemeinsam für eine Verbesserung der Situation stark zu machen und in Kontakt mit den betroffenen Elblotsen zu treten“, fasst der Cuxhavener die Forderungen zusammen.

 
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