Modellprojekte zur Integration von Geflüchteten im Cuxland

 
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"Als jeden Tag über 1000 Menschen in Niedersachsen Schutz suchten, haben sich im Landkreis Cuxhaven die vielen Ehren- und Hauptamtlichen Mitarbeiter besonders gastfreundlich, hilfsbereit und barmherzig gezeigt", erinnert der SPD Landtagsabgeordnete Uwe Santjer.
Darin sieht er auch einen Grund, dass von den niedersachsenweit 24 Modellprojekten zur besseren Integration der geflüchteten Menschen 3 im Cuxland initiiert werden.

 

Santjer ist sich mit den vielen Helfern einig, dass Arbeit neben dem Spracherwerb die Grundbasis gelingender Integration ist.

In vielen Gesprächen gemeinsam mit Wirtschaftsstaatssekretärin Behrens (SPD) wurde deutlich, dass Betriebe für die Aufnahme von Menschen, die Ihre Heimat aus Angst und Not verlassen haben, Unterstützung benötigen.

Mit dem Einsatz von Integrationsmoderatorinnen und -moderatoren, soll diese Begleitung in den nächsten zwei Jahren als Modellversuch geleistet werden.

Die Moderatorinnen und Moderatoren sollen Unternehmen in enger Abstimmung mit den zuständigen Arbeitsagenturen und Jobcentern und weiteren Partnern aus Wirtschaft, Wohlfahrt und Zivilgesellschaft bei der Ansprache von geflüchteten Menschen zur Nachwuchsgewinnung unterstützen. Geflüchtete und Unternehmen sollen so zusammengebracht und über einen Zeitraum von zwei Jahren bei der Integration im Betrieb begleitet werden. Die Überbetrieblichen Integrationsmoderatorinnen und Integrationsmoderatoren stehen im Cuxland als Ansprechpartner für Betriebe, Geflüchtete und alle in der Arbeitsmarkt-Integrationsarbeit vor Ort tätigen Organisationen zur Verfügung. Im Rahmen der Fachkräfteinitiative Niedersachsen stellt das von Olaf Lies geführte Ministerium für die jetzt 24 bewilligten Modellprojekte insgesamt drei Millionen Euro zur Verfügung.

Im Landkreis Cuxhaven sind die Projekte Integrationsmoderatoren für Betriebe und Flüchtlinge (IMoBeF ) des  Bbw Cadenberge Stade gGmbH, die Integrationsmoderation Cuxland durch den Landkreis Cuxhaven und  das Berufspaten-Programm der Flüchtlingsinitiative Offenes Herz Altenwalde (OHA) ausgewählt.

Jedem Projekt werden 125.000 Euro zur Verfügung gestellt.

Staatssekretärin Daniela Behrens (SPD) erklärt zur Motivation des Projektes: „In den letzten Jahren sind viele Menschen auch zu uns nach Niedersachsen gekommen. Der Großteil ist im ausbildungs- und erwerbsfähigen Alter. Trotzdem läuft die Integration in den Arbeitsmarkt aus den unterschiedlichsten Gründen nicht immer reibungslos. Sowohl arbeitssuchende Geflüchtete als auch Unternehmen brauchen deshalb unsere Hilfe. Und genau hier setzen unsere Modellprojekte an. Kompetente Begleiterinnen und Begleiter helfen Unternehmen und Geflüchteten vor Ort bei der Arbeitsmarktintegration – sei es bei Behördenangelegenheiten, bei Fragen zum Berufsschulbesuch, zur Sprachvermittlung, Mobilität oder anderer Themen. Wir freuen uns, dass wir 24 Integrationshelfer in allen Regionen Niedersachsens etablieren können.“

In den kommenden Wochen werden die geförderten Integrationsmoderatorinnen und -moderatoren zusammen mit dem Jobcentern, der Agenturen für Arbeit und Weiterbildungsanbietern sowie den bestehenden Initiativen vor Ort auf die Aufnahme einer Ausbildung oder Beschäftigung hinarbeiten. Eine wichtige Rolle werden die Projekte auch nach dem Start in den Betrieben spielen, da die Geflüchteten in den ersten Wochen und Monaten die betrieblichen Abläufe kennen lernen müssen und auch die Arbeitgeber womöglich noch Unterstützung benötigen. Mit dieser Aufgabe sollen die geförderten Projekte zu nachhaltigen Ausbildungs- und Beschäftigungsverhältnissen beitragen.

Auch SPD Bundestagskandidatin Susanne Puvogel begrüßt dieses Projekt, weil es hier zu einer sogenannten win/win Situation kommt. "Auf der einen Seite können viele Betriebe ihre freien Stellen nicht besetzen und auf der anderen Seite suchen junge Menschen Arbeit, das kann doch zusammengeführt werden". Santjer betont abschließend, dass es ihm wichtig ist, auch die Langzeitarbeitslosen im Blick zu behalten.

 

 


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