Uwe Santjer zu Besuch bei der Waldorfschule Cuxhaven: Finanzierung freier Schulen im Fokus

 

Auf dem Foto (v.l.n.r.): Jutta Haupt, Geschäftsführerin der Waldorfschule Cuxhaven, Uwe Santjer MdL und Dieter Haupt, Mitbegründer der Waldorfschule Cuxhaven.

 

Vor dem Hintergrund, dass die Finanzierung der freien Schulen im Land Niedersachsen neu verhandelt werden soll, besuchte der örtliche Landtagsabgeordnete und Kultuspolitiker Uwe Santjer die Waldorfschule Cuxhaven, um sich vor Ort über die Arbeit zu informieren. Santjer lobte dabei besonders die hohe Motivation der Schülerinnen und Schüler, als auch die der Lehrkräfte, die eingebettet in die besondere Waldorfpädagogik, großartige Arbeit leisten würden.

 

Santjer interessierte bei seinem Besuch auch die Möglichkeiten, dass an der Waldorfschule alle staatlichen Abschlüsse neben dem Waldorfschulabschluss erreicht werden können. Hauptschul-, Realschulabschlüsse und das Abitur werden durch staatliche Prüfer und den Waldorflehrern abgenommen; dies stelle eine wichtige Bereicherung für den Landkreis dar. Auch die Leistungen im Bereich der Inklusion sind immens“, fasste Santjer zusammen.

Diese gute Arbeit resultiert aus dem Gedanken, dass Eltern-Schüler-Lehrer das Lernen gemeinsam am besten durchleben können, erklärt dazu die Geschäftsführerin Frau Haupt. Weil alle Regelschüler in einem Klassenverband unterrichtet werden, stelle man somit die Form der IGS dar, erklärt sie im Gespräch mit dem Kultuspolitiker. Dies und die Waldorfpädagogik sind Gründe gewesen, weshalb man die Schule ins Leben gerufen hat, eben um das Fehlen einer IGS im Landkreis auszugleichen. Santjer erfuhr im Gespräch, dass alle, die an der Waldorfschule unterrichten, ausgebildete Lehrkräfte mit der Zusatzausbildung für Waldorfschulen sind. Das Besondere: „Fast alle haben zusätzliche Berufe und können so auch aus anderen Bereichen fundierte Kenntnisse vermitteln“, so Santjer.

Zum Thema der Finanzierung der freien Schulen konnte der Kultuspolitiker mitnehmen, dass sich die Waldorfschulen bisher nur zu etwas mehr als 60 Prozent über die Mittel der Landesregierung finanzieren. Da gleichzeitig aber die Sondierung der Kinder nach den Einkommensverhältnissen der Eltern im Grundgesetz untersagt wird, und die Schulgelder somit gedeckelt werden, sind Waldorfschulen, wie andere freie Schulen auch, auf finanzielle Unterstützung durch Eltern und Kommunen angewiesen. „Dieser Kraftakt und die ständig drohende Gefahr der Unterfinanzierung sind für die Schulen sehr schwierig, das ist mehr als nachvollziehbar“, findet Santjer.

 
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