Runden Tisch zum Thema Wolf initiiert

 
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Wie der örtliche Landtagsabgeordnete Uwe Santjer (SPD) mitteilt, bat er die Regierungsfraktionen sowie das Umweltministerium um die Einberufung eines Runden Tischs zum Thema Wolf in der kommenden Woche. „Aufgrund der immer häufigeren Sichtungen auch in deutlicher Nähe zu Menschen und Tieren ist ein schnelles Handeln aus meiner Sicht nötig“, fasst Santjer seine Beweggründe zusammen.

 

Laut den Wolfsberatern gäbe es im Cuxland derzeit etwa ein Dutzend Wölfe. Da diese aber, wie sich in vielen Zeugenaussagen und auch Videomaterial belegen lässt, die ihnen zugeschriebene Scheu vor Menschen verlieren, und beispielsweise Landwirte und deren Maschinen auf dem Feld begleiten, ist ein unproblematisches Nebeneinander nicht mehr möglich. „Wenn die Wölfe sich nicht mehr von lauten Maschinen und dem viel beschworenen Rufen und Klatschen fürchten, ist von einem friedlichen Miteinander nicht mehr auszugehen“, erklärt Santjer. Die Ängste der Menschen in der Region sind nachvollziehbar.

 „Wölfe, die am hellichten Tag durch die Wohnsiedlung laufen und immer neue Meldungen von gerissenen Nutztieren führen zu einem Gefühl der Hilflosigkeit und Angst – hier muss nun gehandelt werden.“

Auch die Tatsache, dass der Deich, der noch im Januar von Wolfsexperten als sicher eingestuft wurde, da er keinen passenden Lebensraum für Wölfe darstelle, wird nun zum Schauplatz von Wolfsrissen. 

Da die Schafe allerdings einen existenziellen Teil der Deichsicherung darstellen, und immer mehr Deichschäfer ankündigen, ihre Schafe im Stall zu halten bzw. gar ihre Deichschäferei aufzugeben, führt die Wolfsproblematik auch zu nicht unerheblichen Sicherheitsrisiken für die Deiche. „Die verschiedenen Ebenen sollten nach meiner Auffassung eine Lösung finden, um die Deichregionen vom Wolf frei hält “, fordert Santjer, Erschwert wird seine Forderung, da der Schutzstatus des Wolfes durch die  EU und Bundesebene geregelt ist.

Deshalb hat Santjer über die SPD Landtagsfraktion die Bundesumweltministerin kontaktiert.

"Vom Land muss erwartet werden können, dass die Regelungn zum Schutz durch Zaunbau und zur Entschädigung nach Rissen entbürokratisiert werden," so der Sozialdemokrat.

 
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